Minijobs sind f├╝r Arbeitnehmer als ÔÇ×ZubrotÔÇť sehr beliebt. Auch f├╝r Unternehmen ist dieses Besch├Ąftigungsmodell attraktiv. Aber aufgepasst, es gibt einige Voraussetzungen und Regeln, die beachtet werden m├╝ssen:


Voraussetzungen

Wer kann/darf einen Minijob annehmen? Grunds├Ątzlich jeder. Man kann sogar mehrere Minijobs haben, sofern Du keinem Hauptberuf nachgehst, bei dem Du mehr als 450 ÔéČ monatlich verdienst. Sollte das jedoch der Fall sein, darfst Du nur einen Minijob auf 450 ÔéČ-Basis haben. Au├čerdem musst Du dir die Erlaubnis und ggf. sogar eine schriftliche Genehmigung Deines Hauptarbeitgebers f├╝r die Aus├╝bung eines Minijobs einholen.

 

Steuer und Sozialversicherung

 

1. Arbeitnehmer

Sofern die monatliche Verdienstgrenze von 450 ÔéČ monatlich bzw. 5.400 ÔéČ j├Ąhrlich nicht ├╝berschritten werden, fallen f├╝r Dich als Arbeitnehmer keine steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben an (brutto = netto). Ausnahme: Seit Januar 2018 gibt es eine neue Regelung zur Rentenversicherung f├╝r Minijobber. Demnach w├Ąrst Du in H├Âhe von 3,6 % Deines Gehalts rentenversicherungspflichtig. Du kannst dies jedoch ablehnen und Dich davon befreien lassen. Gerne beraten wir Dich hier├╝ber weiter ausf├╝hrlich.

Aufpassen: Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden auf den Gesamtlohn angerechnet und k├Ânnen zu einer ├ťberschreitung und dementsprechend zur Abgabepflicht f├╝hren.

Verdienst Du aufgrund Erkrankung oder Ausfall eines Kollegen mehr, wird das nicht angerechnet. Diese Mehrarbeit gilt aber nur f├╝r zwei Monate pro Jahr.

2. Arbeitgeber

F├╝r Arbeitgeber fallen folgende Beitragss├Ątze an Steuer und Sozialversicherung f├╝r Minijobber an:

  • 15 % Rentenversicherung
  • 13 % Krankenversicherung
  • 2 % Pauschale zur Lohnsteuer (sofern das Gehalt nicht ├╝ber Lohnsteuerkarte abgerechnet wird)
  • 0,9 % Umlage Krankheit
  • 0,24 % Umlage Mutter-/Schwangerschaft
  • 0,06 % Umlage Insolvenzgeld
  • Individuelle Beitr├Ąge zur Unfallversicherung